einfach draußen sein

Naturplätze in Nordfriesland

Unten sind einige der beliebtesten Naturplätze Nordfrieslands für Ausflüge aufgelistet. Ausflüge verbunden mit dem einfachen in sich Wirken lassen der Natur, Aktivitäten wie Spazieren und Radfahren oder zum gemütlichen Picknicken. Bei uns ist alles möglich!

Flaches weites Marschland

Köge 

Köge sind aus der Nordsee gewonnenes Land, welche durch Entwässerung und Deichbau entstanden sind. In Nordfriesland gibt es über 170 Köge. Zur Gewinnung mussten dafür rund 850 Deichkilometer errichtet werden. Das ist eine Strecke, die in etwa die Länge Deutschlands von Nord nach Süd aufweist.

Köge sind neben der landwirtschaftlichen Nutzung auch wahre Naturparadiese. Als Naturschutzgebiet, wie der Hauke-Haien-Koog, Rickelsbüller Koog und Beltringharder Koog, ist dort eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt zu finden.

"Wer nicht deichen will, muss weichen"

Deiche

Deiche bilden das typische Landschaftsbild an der Küste. Um die Nordsee zu sehen, muss man die künstliche Erhöhung erstmal überwinden. Dann steht dem freien Blick auf das Wasser aber nichts mehr im Weg. Oder um die Weite des Marschlands zu überblicken. Denn hier kann man weit gucken. Egal in welche Richtung.

Deiche dienen als Maßnahme zum Küstenschutz. Wenn die Vergangenheit eines gelehrt hat, dann dass der Blanke Hans (die tobende Nordsee bei Sturmflut) und der stetig steigende Meeresspiegel eine Bedrohung für Küstenbewohner und Land sind. Starke Deiche für eine sichere Küsten. Natürliche Helfer sind die unzähligen Schafe am Deich. Mit ihren kleinen Hufen treten sie den Deich fest und sorgen so für zusätzlichen Schutz. 

Grüne Oase an der Straße

Bordelumer und Langenhorner Heide

Die Verkehrsader B5 zieht sich durch Nordfriesland. Mitten durch ein einzigartiges Fleckchen Natur, der Bordelumer und Langenhorner Heide. Dichte Bäume am Straßenrand öffnen das Tor zu einem vielfältigen Naturschutzgebiet. Umgeben von einer üppigen Waldlandschaft und Grünland, befinden sich weitläufige Heideflächen, die besonders vielfältige atlantische Heide. Ihre Struktur reicht von der ganz trockenen Sandheide bis hin zu anmoorigen Bereichen mit zahlreichen geschützten und seltenen Pflanzenarten. Durch das Naturschutzgebiet verläuft ein Rundwanderweg mit Schautafeln und einem Lehrpfad.

Aus Klein mach Groß

Gotteskoogsee

Vor einigen Jahrhunderten war die Gegend um den heutigen Gotteskoogsee eine Halligwelt. Nach der Eindeichung entstand durch Niederschlagswasser eine Seenlandschaft. Das Gebiet wurde trockengelegt, übrig blieben nur noch kleine Wasserstellen. Jedoch hat die Tier- und Pflanzenwelt darunter gelitten. Um die Natur wieder zu ihrer üppigen Schönheit zu verhelfen, wurden die kleinen Wasserstellen zu einem großen Süßwasserbiotop zusammengeschlossen; dem Gotteskoogsee.

Die Natur erholte sich, die Tier- und Pflanzenwelt erobert sich ungestört ihren Lebensraum zurück. Mit etwas Glück kann man auch den Seeadler, den größten europäische Greifvogel, sehen. Bei einem Spaziergang spürt man die Ruhe und Weite, die die Landschaft ausstrahlt. Erkundung des Seegebiets erfolgen über den Wanderweg (Naturpfad). Geführte Touren eröffnen nochmal einen ganz anderen Blick auf das Gebiet. Mehrmals im Jahr finden geführte natur- und landschaftskundliche Führungen statt, besonders im Frühjahr und Herbst, wenn die Zugvögel auf der Durchreise sind.

für Klein und Groß

Naturerlebnisraum Stollberg

Durch die Zeit reisen, auf dem Stollberg ist das möglich. In dem weitläufigen Naturerlebnisraum wird die Geschichte der Landschaftsentstehung sowie die Kultur- und Siedlungsgeschichte Nordfrieslands zugänglich dargestellt. Auf dem Naturspielplatz lässt es sich wunderbar austoben, während der „Lernort Natur“ spielerisch Wissen über Flora und Fauna vermittelt. Zwischen „Besinnungspfad“ im Eichenwald und Heiliger Quelle nahe der Bordelumer Kirche, lässt es sich wunderbar entspannen. Eine Sukzessionsfläche veranschaulicht, wie eine ehemalige landwirtschaftlich genutzte Fläche der Pflanzen- und Tierwelt zurückgegeben wird. Die Entdeckungsfelder sind vielfältig, spannend und lassen bestimmt keine Langeweile beim Entdecken aufkommen.

 Tipp: Auf dem Sendeturm befindet sich eine Aussichtsplattform, die frei zugänglich ist. An klaren Tagen können selbst die Halligen gesehen werden.

Ein Wahrer Märchenwald

Langenberger Forst

Im Sommer ein kühles Fleckchen, im Herbst mystische Stimmung, im Winter stille Erholung und im Frühling beginnt der Wald zu erwachen – kurzum, zu jeder Jahreszeit faszinierend. Das Waldgebiet Langenberger Forst ist vielfältig und so findet man zahlreiche Nadel- und Laubbaumarten entlang der ausgeschilderten Wanderwege. Dieser artenreiche Mischwald ist Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Auch Pilzsammler kommen auf ihre Kosten.

Am nördlichen Rand gelegen, befindet sich das Damwildgehege. Hier können die Wildtiere aus der Nähe beobachtet werden.

 Tipp: Im Wald an der Leine zu führen, befindet sich für Hunde eine extra ausgeschilderte Freilauffläche zum Herumtoben.

Verstecktes Naturparadies

Süderlügumer Binnendüne

Gut versteckt über eine Seitenstraße zu erreichen, befindet sich ein kleines Naturparadies; die unter Naturschutz stehende Süderlügumer Binnendüne. Eine Düne mitten im Landesinneren. Die Dünenlandschaft lässt sich auf einem Lehrpfad durqueren. Mittendrin bietet eine Aussichtsplattform einen faszinierenden Ausblick über die weite Heidelandschaft. Der Fußweg führt direkt in das angrenzende Waldgebiet. Kontrastreicher kann ein Spaziergang nicht sein.

 Tipp: Im August färbt sich die Heide in ein violettes Farbenmeer.

Manchmal ist der Holzweg gar nicht verkehrt

Seebrücke Schobüll

Schobüll ist einer der beiden Abschnitte entlang der Schleswig-Holsteinischen Festlandsküste, der nicht durch einen Deich geschützt wird. Durch die erhöhte Lage des Ortes kann die Geest ganz ursprünglich in das flache Wattenmeer übergehen. Somit steht dem unbegrenzten Blick auf die Husumer Bucht nichts im Wege. Über einen Holzsteg, der Schobüller Seebrücke, gelangt man in die Nordsee oder bei Ebbe eben in das Watt. Die Badestelle bietet genug Platz, um einen entspannten Sommertag zu verbringen. Ein Naturpfad bringt Interessierte die Tier- und Pflanzenwelt näher, aber auch geführte Wattwanderungen starten vom Nationalparkpavillon aus.  

Flaches Land, Weite Sicht

Wildes Moor Schwabstedt 

Früher zur Torfgewinnung genutzt, ist das wilde Moor heute ein Feuchtgebiet mit Hoch- und Niedermoorflächen nahe dem Fluss Treene. Keine Bäume stören den freien Blick über das flache Land. Die Weite wirkt befreiend und lässt durchatmen. Ein ungestörtes Rückzugsgebiet für die Pflanzen- und Tierwelt. Die Treene, ein Fluss mit uferflachen Weiden, sowie die Geest, grenzen an das Schutzgebiet. In der Ferne heben sich naturnahe Wälder ab. Idylle pur.